Baumpflege

Am besten ist es, Bäume gar nicht zu schneiden, weil jeder Schnitt eine Verletzung darstellt und den Baum schwächt. Dennoch gibt es wichtige Gründe, Bäume zu schneiden.

Eigentum verpflichtet

Wer einen Baum besitzt ist gesetzlich dazu verpflichtet, Menschen vor herunterfallenden Ästen oder gar einem völligen Umkippen zu schützen.

Kurioserweise gilt das auch für Bäume, die keine öffentlichen Verkehrswege beeinträchtigen, denn lichte Höhe von 2,50 m freihalten.

Über Straßen beträgt die lichte Höhe mindestens 4,50 m. Ebenso freizuhalten sind Straßenbeleuchtung und Schilder.

Lebensverlängernd kann für den Baum sein, Totholz, in dem sich Pilze eingenistet haben, zu entfernen.

Erweist er sich nicht mehr als standsicher, kann durch eine Höhenreduktion die Standsicherheit wieder hergestellt werden. Manche Bäume sind so gezüchtet, dass sie zu steil oder zu dicht wachsen. Da hilft ein Auslichtungsschnitt.

Vorsicht Zwiesel!

In der Regel wächst ein Ast vom Baumstamm mit einem weiten Winkel. Es kommt aber vor, dass Äste zu steil am Stamm stehen oder sich eine doppelte Spitze entwickelt, die beide einen spitzen V-Winkel aufweisen. Das nennt man einen Zwiesel.

An diesen Stellen ist ein Aufreißen des Baumes wahrscheinlich. Hier kann man Vorbeugen durch Einkürzen eines Astes oder durch Anbringen einer Kronensicherung.

Nachsorge

Im Verlauf von Bauarbeiten erleiden Bäume nicht selten Kollateralschäden. Das kann geschehen, wenn der Baggerfahrer ständig über den Wurzelbereich der Bäume fährt oder gar darin herumbagger oder mit der Schaufel einzelne Äste abreißt. In all diesen Fällen muss Nachsorge geleistet werden - möglicherweise bezahlt von der Versicherung des Bauherrn!

Verletzte oder gekappte Wurzeln sind Eintrittpforten für Pilze. Besonders für den Laien sind diese Pilze oft nicht erkennbar, können aber zu einen plötzlichen Umkippen eines Baumes in dichtem Laub führen!

Leider viele Gründe, einen Baum dann doch zu schneiden. Doch weiß der Fachmann auch, wie die Schnittwunden optimal zu versorgen sind!