Bambus

Der Bambus ist ein malerisches Gewächs, das sich sowohl am Wasser als auch in großen Gruppenpflanzungen gut macht. Dabei kann man ihn als eigenen Hain anlegen oder auch einfach als sehr wuchskräftigen Bodendecker verwenden.

Die Verbreitung des Bambus in unseren Gärten ist Schwankungen unterworfen: Mitte der 90er Jahre blühte der Gartenbambus und Unmengen dieser Pflanze starb gleichzeitig ab.

Damals wurde einem schmerzlich bewusst, dass Bambus ein Gras ist und nach der Blüte eingeht. Und dass Gartenbambus etwa alle 120 Jahre blüht. Kurz darauf gab es eine Flut von jungen Bambuspflanzen im Baumarkt zu kaufen.

Es handelte sich um aus Samen gezogene Nachkommen der verblühten Bestände. Die Ware in den Baumärkten war jedoch mittels Zellkultur geklont. Die daraus hervorgegangenen Pflanzen blühten in den darauf folgenden Jahren oft noch im Jugendstadium ab.

Man war nun irritiert. Er sollte doch nur alle 120 Jahre blühen. Des Rätsels Lösung ist wohl die Zellkultur, die das Erbgut der Pflanze verändert haben soll. Andere Arten von Bambus haben übrigens andere Blüteintervalle.

Am besten man besorgt sich diese Pflanzen beim Fachhändler. Einige Bambusse brauchen nämlich auch eine Wurzelsperre, um nicht urplötzlich in Nachbar's Garten aufzutauchen.

Leider ist es die Unart dieser Sorten, dass sie längere Zeit an einer Stelle wachsen und im Verborgenen das Erdreich durchwurzeln. Dann kommen sie nach einigen Jahren an anderer Stelle aus dem Boden.

Diese Wurzelsperre muss für die höheren Bambusse bis zu 70 cm tief im Boden eingegraben werden, das kann teuer kommen.

Im Winter 2011/12 sind etliche Pflanzen erfroren, darunter auch viele Bambusse. Wir werden abwarten müssen, wie und wohin die Bambusse nach dem Frost austreiben werden.