Bodendecker

Bei der Wahl von Bodendecker muss man gut überlegen. Einerseits soll der Pflanzenverband sich harmonisch in die Umgebung einpassen, andererseits haben Bodendecker eine wichtige Funktion: Sie unterdrücken das Unkraut, um ein aufwendiges Hacken zu ersparen.

So ist der Plan; aufgehen tut er aber nicht immer, noch schön.
Der Ysander wird z.B. Architektenkraut genannt, weil er anspruchslos und ansehnlich zugleich sein soll. Er schmückt manch einen Vorgarten, wo er durch ein Mäuerchen eingefasst ist und die Wärme der Stadt genießt. In frostigeren, die im Sommer in heißer Sonnenlage liegen kann er aber sowohl verfrieren also auch vertrocknen und verkümmern.

Kriterien für die Wahl der Bodendecker sind:

  1. Welcher Bedeckungsgrad soll wann erreicht werden?
    Immergrün z.B. ist ein zuverlässiger Bodendecker im absonnigen Bereich im Sommer, braucht aber in ungünstigeren Lagen und nach dem Austrieb einen leichten Unkrautgang. Die Kriechspindel "Minimus" ergibt im Alter eine perfekte Blattdecke inklusive Wellenverwerfung der Pflanzenmatte, muss aber bis zur Volldeckung fleißig vom Unkraut befreit werden. Storchenschnabel und andere Stauden bilden dichte Bestände mit schönen Blüten, ziehen aber im Winter völlig ein. Die Kriechspindel "Minimus" ergibt im Alter eine perfekte Blattdecke inklusive Wellenverwerfung der Pflanzenmatte, muss aber bis zur Volldeckung fleißig vom Unkraut befreit werden. Storchenschnabel und andere Stauden bilden dichte Bestände mit schönen Blüten, ziehen aber im Winter völlig ein.
  2. Welche Pflanze für welche Lage?
    Besonders bei den Stauden aber auch bei den Gehölzen muss auf den besten Standort geachtet werden. Befindet sich die Pflanzung in voller Sonne, ist sie oft sehr feucht oder unter einem Baum, an der Straße oder in einem Hinterhof?
  3. Welche Eigenschaften sollen die Bodendecker noch haben?
    Soll es im Winter noch grün sein? Sollen sie schön blühen? Wie hoch sollen sie werden? Ganz wichtig ist auch: Wie oft muss ich schneiden, um sie in einem guten Zustand zu erhalten?
  4. Welcher Pflanzenbedarf?
    Für den Preis der Anlage, besonders einer größeren Anlage, ist der Pflanzenbedarf und die Größe der Ausgangspflanzen wichtig. Je größer die Jungpflanze, desto schneller schließt sich die Fläche; ebenso bei einer großen Menge von kleinen Einzelpflanzen pro m². Das ist bei einer Grabbepflanzung wichtig, weil diese wegen der immer wieder auftretenden Einsackungen öfter verändert werden müssen.