Unter- und Oberbau für Pflasterfläche

Was unter eine Pflasterfläche kommt, bestimmt zu einem sehr großen Teil den Preis. Frostsicherheit bedarf es, wenn der Unterbau (meistens der anstehende Unterboden) aus einem Material besteht, das sich bei Frosteinwirkung stark verformt.

Eine Volumenzunahme des Unterbaus macht sich natürlich im Flächenbild bemerkbar: Der Anschluss von Pflaster zu angrenzenden Flächen verschiebt sich. Das ist besonders unangenehm bei Türen, die im Winter nicht mehr aufgehen.

Außerdem entstehen dadurch Stolperfallen. Wenn sich nach dem Frost der Boden wieder senkt, kann es sein, dass sich dadurch Unebenheiten in der Pflasterfläche ergeben.

Viele Einfahrten sind in der Vergangenheit auf 20 cm Sand gebaut worden. Das Ergebnis nach 10 Jahren sind oft Höhen und Tiefen der Begehbarkeit. In vielen Fällen liegt so ein Pflaster aber auch mehrere Jahrzehnte und es gibt keinen Anlass zur Beschwerde.

Das liegt an den wasserführenden Schichten im Untergrund. In hangigen Lagen kann man oft davon ausgehen, dass das Schichtenwasser hangabwärts fließt. Wenn es nicht zu oberflächennah ist, wird es im Winter nicht gefrieren, im Gegenteil es hält den Boden sogar frostfrei. Wenn es aber vor Fundamenten zu einem Wasserstau kommt, kann es leicht zu Verwerfungen kommen.

Der Unterbau sollte daher immer das Profil und die Neigung des Oberbaus aufweisen und in einer Richtung ggfs. dräniert werden.

In Fällen, wo ein Auffrieren in Kauf genommen werden soll, empfehlen wir meistens eine einfach Drainage des vorhandenen Unterbaus, um eine gewisse Sicherheit zu behalten.

Die Frostsicherheitsschicht muss keine nennenswerten Lasten aufnehmen, sondern nur gewährleisten, dass weiter oben liegenden Schichten schnell zu entwässern sind. Sie ist so zu bemessen, dass sie den Raum zwischen frostsicherer Tiefe und Tragschicht aufnimmt.